Mein erstes Blind Date und die Schwierigkeit, offene Lernumgebungen ohne direkte Lernziele zu etablieren

Today in german as this blog post is part of my learning journey in the german cl2025 MOOCathon.

Heute trafen sich die Teilnehmer der Schweizer Lerngruppe #cl2025ch das erste Mal virtuell- für mich eine Premiere, noch nie hatte ich ein Meeting mit Personen, die ich im Internet kennengelernt hatte!

Martin startete das Treffen mit einem “Check in”- jeder legte kurz da, was so ein Montag Morgen für ihn bedeutete und wie er den heutigen bisher erlebte. Ein schöner Einstieg um das Eis zu brechen, wobei dieses sehr schnell schmolz und wir sofort in einer anregenden Diskussion zu Lernen in Organisationen landeten. So anregend, dass die Zeit im Nu verging und WOL in den Hintergrund geriet. Deswegen wurde beschlossen, ab jetzt jeweils 45 Minuten WOL zu widmen und anschliessend eine offene Diskussion zu unseren Erfahrungen mit L&D und dem cl2025 MOOCathon abzuhalten.

Ein grosser Teil der Diskussion handelte von der Schwierigkeit, offene Lernumgebungen ohne direkte Lernziele zu etablieren. Sei es von Seiten Management, aber auch von Seiten der Lernenden her. Es wurde zum Beispiel berichtet, wie ein in einer Firma durchgeführter MOOC die Mitarbeitenden überfordert hat, da sie konkrete Lernwege und –ziele erwarteten. Wie Diskussionsplattformen leer blieben, da die Leute sich scheuten, teilzunehmen oder keinen Nutzen darin sahen und dafür auch keine Zeit aufwenden konnten oder wollten. Es wurde besprochen, ob Lernende eine gewisse „Lernreife“ erwerben müssen, um Lernen als Prozess an sich ohne konkrete Zielsetzung zu sehen. Und wie das Prinzip der Augenhöhe etabliert werden kann.

Ein anderer Aspekt war die Frage, ab welcher Grösse ein Unternehmen Plattformen und/oder Tools zum Wissensaustausch braucht. In kleineren Unternehmen wählen die Mitarbeiter das persönliche Gespräch und erhalten Wissen im Kontext, wobei dieses aber nicht externalisiert und für spätere Zeitpunkte festgehalten werden kann. Grosse Unternehmen wählen Informations-Plattformen, was dies dann aus dem Kontext reissen kann. Martin erzählte dabei kurz von Ask the Brain, ihrer Wissensplattform, welche sowohl als Informationsspeicher aber auch für Diskussionen und damit Weiterentwicklungen von Fragestellungen dient.

Schlussendlich drehte sich das Gespräch noch um Communities und die Schwierigkeit solche aufzubauen und zu erhalten. Wie manage ich eine Community? Wie finde ich die richtigen Leute, um eine aktive Community aufzubauen? Können MOOCs (ohne M), WOLs oder ein konkretes Lernziel Starter für eine Community sein?

Ich freue mich schon sehr auf den Austausch nächsten Montag!

Bild von https://en.wikipedia.org/wiki/File:Gene_Pierson_on_Blind_Date.jpg

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