5 strangers on new adventures

It was a very short email: Dear Monika, unfortunately I cannot participate in our WOL Circle tomorrow. Greetings. I frowned. A slight uneasiness gripped me. What had happened? Why couldn’t she participate – she who hadn’t even missed one circle since the beginning? And then just such a short message? My concern grew. Had something happened?

I stopped for a moment. So I was worried about a person I only knew virtually – with the exception of a brief impersonal encounter at a conference. Who obviously meant something to me. Like the other 3 Circle members – I would have had the same thoughts with everyone. What was it that connected us in such a way that everyone left a gap when he or she was away?

Ten weeks ago we were strangers. We knew each other’s names, in which organization we worked, and our motivation to join a WOL Circle. Accordingly, the first two meetings were still a little stiff. We had to get to know each other first, and as a moderator I tried to make sure that everyone was heard and felt safe to express themselves. It was an advantage not to know anything about each other, not to have a common history. Without ballast, it was all about the essentials: To try out „Working Out Loud“ together, to approach something new. And that was the first tie: curiosity, willingness to experiment and also a little courage. None of us knew exactly what the next 12 weeks would bring.

Soon we learned more about each other. Yes, of course, the famous exercise „50 facts“ from week 5 was part of it. There were funny similarities, exciting information and unexpected facets in the lives of others. But more important were the discussions about one’s own attitude towards online presence, about generosity and empathy, about approaching somebody and how one wants to be treated by others. The opinions of the other circle members, their experiences, personal stories and inputs became so important that in week 9 it was asked: „Are we sharing the top ten resources?“

So we learned from and with each other, took smaller and larger steps towards our goal with mutual support, and took from WOL what was suitable for each one of us. With mutual respect and shared joy at everything that worked out and happened. It was an experience that only we shared and that connected us. Us, five strangers, who now had a common experience. And who knew each other in a way that only a WOL Circle could offer.

With growing confidence came self-confidence and the desire to contribute on one’s own initiative. It didn’t need me as a presenter anymore. My only tasks were to organize the virtual meeting, to ask the introductory question, and maybe from time to time to bring the discussion to the next exercise. The circle had grown up, had reached the flow. Simply perfect!

It was nothing, by the way. Nothing bad, just a time when WOL couldn’t find a place at short notice. We agreed on a new time on another day to hold the next circle meeting. It was important to everyone that as many participants as possible could be there. Otherwise there was this gap again, this lack of opinion on the next exercise, the lack of perspective on the topic of the week.

Soon the circle will be over. It is already clear to me that I do not want to lose sight of these participants, that I am curious about what WOL would do in their lives and that I will miss the weekly exchange. Thank you, dear Circle Members, for the mutual trust and the exciting journey together!

Translated with www.DeepL.com/Translator followed by some modifications. Photo by Jorge Flores on Unsplash

5 Fremde auf neuen Abenteuern

Es war eine ganz kurze Email: Liebe Monika, leider kann ich morgen nicht an unserem WOL Circle teilnehmen. Gruss. Ich runzelte meine Stirn. Eine leichte Beunruhigung erfasste mich. Was war geschehen? Warum konnte sie nicht teilnehmen- sie, die seit Beginn nicht einmal den Circle versäumt hatte? Und dann nur so eine kurze Nachricht? Meine Sorge wuchs. War etwas geschehen??

Ich hielt einen Moment inne. Ich machte mir also Sorgen um einen Menschen, den ich nur virtuell kannte- mit Ausnahme einer kurzen unpersönlichen Begegnung an einer Konferenz. Der mir aber offensichtlicherweise etwas bedeutete. Wie die anderen 3 Circle Mitglieder auch- bei jedem hätte ich mir die gleichen Gedanken gehabt. Was war es, dass uns so verband, dass jeder bei Abwesenheit eine Lücke hinterliess?

Vor 10 Wochen waren wir noch Fremde. Wir kannten voneinander die Namen, in welcher Organisation wir arbeiteten, und unsere Motivation, einem WOL Circle beizutreten. Dementsprechend waren die zwei ersten Treffen noch ein wenig steif. Wir mussten uns zuerst kennenlernen, und ich als Moderator versuchte dafür zu sorgen, dass jeder gehört wurde und sich sicher fühlte, sich zu äussern. Dabei war es ein Vorteil, nichts voneinander zu wissen, keine gemeinsame Geschichte zu haben. Ohne Ballast ging es ums Wesentliche: Zusammen «Working Out Loud» auszuprobieren, etwas Neues anzugehen. Und das war auch schon die erste Bande: Neugier, Experimentierwillen und auch ein wenig Mut. Keiner von uns wusste, was die nächsten 12 Wochen genau bringen würden.

Schon bald erfuhren wir mehr übereinander. Ja, klar, die berühmte Übung «50 facts» aus Woche 5 gehörte natürlich dazu. Es gab lustige Übereinstimmungen, spannende Informationen und unerwartete Facetten aus dem Leben der Anderen. Doch viel wichtiger waren die Diskussionen über die eigene Einstellung gegenüber der Online-Präsenz, über Grosszügigkeit und Empathie, über das Aufeinanderzugehen und wie man selbst behandelt werden möchte. Die Meinung der anderen, ihre Erfahrungen und persönliche Geschichten und ihr input wurde so wichtig, dass es in Woche 9 hiess: Teilen wir die Top-Ten Ressourcen miteinander??

So lernten wir von und miteinander, machten mit gegenseitiger Unterstützung kleinere und grössere Schritte auf unser Ziel zu und nahmen aus WOL, was für uns jeweils passte. In gegenseitigem Respekt und mit geteilter Freude bei allem, was klappte und passierte. Es war eine Erfahrung, die nur wir miteinander teilten und die uns verband. Uns, fünf zumal Fremde, die nun ein gemeinsames Erlebnis hatten. Und die sich nun auf eine Weise kannten oder eben auch nicht kannten, wie es wohl nur ein WOL Circle hervorbringen konnte.

Mit wachsendem Vertrauen kam das Selbstvertrauen und das Verlangen, von sich aus beizutragen. Es brauchte mich als Moderatorin nicht mehr. Meine einzigen Aufgaben waren noch das virtuelle Meeting zu organisieren, die Einstiegsfrage zu stellen, und vielleicht hin und wieder die Diskussion zur nächsten Übung zu bringen. Der Circle war erwachsen geworden, hatte den Flow erreicht. Einfach perfekt!

Es war übrigens nichts. Nichts Schlimmes, nur gerade eine Zeit, in der WOL kurzfristig keinen Platz fand. Wir vereinbarten eine neue Zeit an einem anderen Tag um das nächste Circle Meeting abzuhalten. Denn allen war wichtig, dass möglichst alle Teilnehmer dabei sein konnten. Sonst war da wieder diese Lücke, diese fehlende Meinung zur nächsten Übung, die fehlende Perspektive zum Thema der Woche.

Schon bald würde der Circle zu Ende sein. Für mich ist jetzt schon klar, dass ich auch diese Teilnehmer nicht aus den Augen verlieren möchte, dass ich neugierig bin, was WOL in ihrem Leben weiter anstellen würde, und dass ich den wöchentlichen Austausch vermissen werden. Danke, liebe Circle Members, für das gegenseitige Vertrauen und die spannende, gemeinsame Reise!

Photo by Jorge Flores on Unsplash

WOL, PKM und die digitalisierte Arbeitswelt- eine Einordnung

Was für ein Jahr! Nein, das sage ich nicht jeden Dezember, dieses Jahr war wirklich ein besonderes. Mit vielen Höhen, aber auch Tiefen. Mit ganz viel Gelerntem. Und mit dem grossen Wunsch, das Gelernte weiterzugeben, anderen die Möglichkeiten zu zeigen. Was zum Teil schon lange in meinem Kopf umschwirrt, habe ich nun endlich auf ein Blatt gebracht und zum Teil auch vertextet. Natürlich ist auch dies „Work in Progress“ und nicht abschliessend. Bemerkungen, Inputs und Kritiken sind wie immer nicht nur herzlich willkommen sondern ausdrücklich erwünscht.

Nun freue ich mich riesig, das Begonnene mit Hilfe meines Netzwerkes im neuen Jahr weiterzuführen, auszubauen, zu professionalisieren und bekannt zu machen. Herzlichen Dank an alle da draussen, die zu diesem Werk bisher beigetragen haben!

Im heutigen beruflichen Umfeld werden „Digitale Kompetenzen“ immer wichtiger und wahrscheinlich bald zu einem entscheidenden Faktor. Dazu gehören einerseits „Anwendungskompetenzen“- also die greifbaren Fähigkeiten im Umgang mit digitalen Produkten und Instrumenten –andererseits aber auch persönliche Kompetenzen wie Unterhalt einer digitalen Präsenz, Lern- und Reflexionskompetenz, Bereitschaft für offene, kollaborative Arbeitsweisen, und eine allgemeine Offenheit, Neugier und Kreativität.

Mein Projekt, welches ich in diversen Kollaborationen entwickle, zielt darauf, Frauen beide Aspekte näher zu bringen, mit Schwerpunkt auf der persönlichen Kompetenzentwicklung. Wir wollen Frauen Werkzeuge vorstellen, welche sie in der digitalen Welt brauchen können und ihnen Methoden aufzuzeigen, wie sie diese Werkzeuge dann für die persönliche Weiterentwicklung und damit einen Auf-, Um- oder Wiedereinstieg einsetzen können.

Konkret geht es darum, sich eine digitale Identität zu erstellen und durch Sichtbarmachung der eigenen Person und Kompetenzen/Arbeiten eine Online-Reputation aufzubauen. Wir zeigen weiter, wie man sich eine persönliche digitale Lernumgebung schafft, online-Netzwerke bildet und sich mit Gleichgesinnten sinnstiftend und reflexiv austauscht. Diese kollaborative, grenzüberschreitende Lern- und Arbeitsweise führt zu einer intensiven Vernetzung und eröffnet dabei unerwartete Möglichkeiten zur Neuausrichtung und Weiterentwicklung.

Zwei etablierte Methoden, mit denen man unter Anwendung von digitalen Werkzeugen zur persönlichen Kompetenzentwicklung gelangen kann, sind Persönliches Wissensmanagement (PKM) und Working Out Loud (WOL). Beide regen dazu an, sich eine digitale Präsenz zu erarbeiten, sich mit anderen zu vernetzen und sich „gebend“ auszutauschen. Persönliches Wissensmanagement ist dabei eine Methode, welche man für sich selbst etablieren kann, während Working Out Loud ein geführtes Selbstlernprogramm in einer kleinen Gruppe während 12 Wochen ist. Beide Methoden werden von mir und meinen Partnerinnen selbst angewendet und haben uns so überzeugt, dass wir sie an andere Frauen für deren persönliche Entwicklung weitergeben zu wollen.

Keine Angst vor der Digitalisierung- Mütter, sie ist Eure Chance!

Das Schreckgespenst der Digitalisierung geht um! Und ein kürzlich rumgereichter Artikel will uns weissmachen, dass es gerade die Frauen sind, die unter der digitalen Transformation leiden werden. Was für ein Blödsinn! Noch nie waren die Möglichkeiten und Chancen für Familienfrauen so vielfältig und gut wie gerade jetzt. Man muss sie nur erkennen und sich zu Nutze machen.

Im Zuge der Digitalisierung wird von Automatisierung und Verlust von Arbeitsplätzen gesprochen. Von der Wichtigkeit der MINT Fächer (in denen wir Frauen untervertreten sind), von Blockchain, künstlicher Intelligenz und virtueller Realität. Also von Technologie. Dabei geht unter, dass die digitale Transformation noch viele andere Gesichter hat. Dass es zum Beispiel dank digitalen Angeboten noch nie so einfach war, sich weiterzubilden. Dass man sich online eine eigene Präsenz aufbauen kann, die aussagekräftiger ist als jeder CV. Dass die virtuelle Welt ganz neue Möglichkeiten bietet, sich Netzwerke aufzubauen. Oder dass die digitale Transformation neue Berufsbilder mit sich bringt, die man sich selbst erarbeiten kann. Und das alles zeit- und ortsunabhängig, von zuhause aus, abends, während der Spielgruppe des Kleinsten. Also ideal für uns Mütter! Wie das geht? Zum Beispiel so wie bei mir:

Weiterbildung, Weiterbildung, Weiterbildung

Ich wusste eigentlich schon vor der Geburt des ersten Kindes, dass eine Rückkehr in meinen angestammten Beruf nicht möglich sein würde. Umorientierung, Weiterbildung war also angesagt. Genau zu diesem Zeitpunkt startete Coursera seine ersten MOOCs. Massive Open Online Courses, Kurz-Weiterbildungen übers Internet, die gratis sind und an denen viele, ja sehr viele Menschen gleichzeitig teilnehmen. Der erste Kurs war eine Offenbahrung. Da konnte ich lernen, was mich interessierte, wann ich Zeit hatte, und in dem Tempo, das gerade passte. Perfekt für eine Mutter mit Kleinkindern! Das war vor rund 5 Jahren. Bis heute habe ich rund 7 Online Kurse besucht, teils MOOCs zu so unterschiedlichen Themen wie Project Management und Storytelling. Teils Kurse mit offiziellem Abschluss wie ein Online CAS eines Schweizer Bildungsanbieters. Dass ich neben dem eigentlichen Inhalt auch gleich noch mitbekommen habe, wie online Didaktik und virtuelle Zusammenarbeit funktioniert, war dabei ein willkommener Nebeneffekt. Heute ist das online Bildungsangebot riesig-von der Migros Klubschule über die AKAD bis zur Fernfachhochschule gibt es Ausbildungsgänge, und dass nur schon in der Schweiz! Dank Digitalisierung ist es möglich, Weiterbildung schon während der Kinderpause anzugehen. Was für eine Chance!

Fast gleichzeitig begann ich, mit WordPress rumzuspielen. Zuerst ein Blog- inhaltlich eher banal- mit dem ich die Software kennenlernen konnte. Dann die erste Webseite. Dann eine anspruchsvollere Webseite. Und dann eine noch anspruchsvollere Webseite. Einfach für mich, weil ich neugierig war, was sich da alles rausholen liess, und weil es Spass machte. Es gab Leute, die wussten davon. Und schauten sich an, was ich da so machte. Und kamen irgendwann auf mich zu- ob ich dies auch für sie machen würde? Gegen Bezahlung selbstverständlich? Und so wurde die Erstellung von Webseiten zum ersten geldbringenden Zweig in meiner langsam wachsenden Selbstständigkeit. Eine neue Tätigkeit, nur weil ich neugierig war und mir die digitale Welt die Möglichkeit bot, mir Wissen anzueignen, das andere nicht hatten!

Von der Online Präsenz bis zur Selbstvermarktung

Ich begann zudem, meine Online Präsenz weiter auszubauen. LinkedIn, Xing, ein Twitter Account. Mit dem ich zu Beginn nicht so viel anzufangen wusste. Bis da diese Konferenz kam, an der ich gerne teilgenommen hätte. Aber eben, ich habe ja 3 Kinder… Da lernte ich, dass an gewissen Veranstaltungen über den Inhalt getwittert wird. Ich schaute mir das an und merkte- da liegt noch viel mehr drin, in dieser virtuellen Welt! Als ich dann noch über Persönliches Wissensmanagement stolperte, war mir klar- was ich bis jetzt als Lernen und Online Präsenz ansah, war nichts, wirklich nichts!

Persönliches Wissensmanagement: Suche- mache Sinn daraus- Teile. Suche Quellen zu den Themen, die Dich interessieren. Nicht Bücher, sondern Personen! Die junge Dame, die so kreative Tortenrezepte bloggt. Der Herr, der auf Pinterest botanische Zeichnungen sammelt. Die Frau, die Videos über sketchnoting auf YouTube veröffentlicht. Kaum ein Thema, mit dem sich nicht andere beschäftigen und ihre Arbeiten im Internet teilen. Ich fing an, mir solche Quellen zusammenzusuchen und lernte eine ganz neue Art des Lernens und Weiterbildens kennen. Persönlich, erfahrungsbasiert, auf mein Themengebiet spezialisiert.

Doch was machen, mit all dem Gelernten? Sinn daraus machen und teilen. Ich begann, wieder einen Blog zu schreiben, diesmal gehaltvoll. Manchmal empfahl ich nur einen anderen Artikel, manchmal schrieb ich selbst, was mir so auf dem Herzen lag zum Thema, häufig inspiriert durch etwas, dass ich gelesen hatte. Ich machte Sinn aus dem Gelernten, in dem ich es aus meiner Perspektive weitererzählte. Und ich teilte es mit meinem wachsenden Netzwerk, welches mir dazu wiederum Feedback gab oder mir weitere Quellen zukommen liess.

Nach und nach begann so, meine Online Präsenz zu wachsen. Nicht nur pure Fakten, wie in einem Profil auf LinkedIn, sondern ich zeigte, von was ich etwas verstand und was mich interessierte. Kompetenzen, die ein CV nicht unbedingt widerspiegelt, die ich aber dank Link zu meinem Blog in diesen aufnehmen konnte. Ohne dies bewusst angegangen zu sein, hatte ich einen neuen Weg zur Selbstvermarktung eingeschlagen.

Virtueller Netzwerkaufbau- teilen und lernen

Dies funktionierte aber nur, weil ich das zugehörige virtuelle Netzwerk hatte. Leute, die lasen, was ich schrieb, es kommentierten und “liked”en und so sowohl meine Arbeit als auch meine Reichweite verbesserten. Die mich schlussendlich bekannt machten und mich ein Experte auf meinem Gebiet werden liessen. Ich entdeckte die Möglichkeiten der sozialen Netze.

Facebook war der Anfang, da war ich ja bereits zuhause. Doch nicht so viele meiner Freunde dort teilten meine Interessen. Auf LinkedIn kamen da ein paar mehr zusammen. Doch so richtig fand ich meine “peers” dann auf Twitter. Dank mehrerer glücklicher Zufälle lernte ich, wie man sich auf Twitter ein Lernnetzwerk aufbaut. Wie man die Personen findet, die gleiche Interessen haben, wie man mit ihnen interagiert, wie man wertvolle Beziehungen aufbaut. Nach knapp einem Jahr hatte ich bereits 200 Leute, die mir folgten, sich für meine Arbeit interessierten, sie zitierten. Ich hatte erste Blog Posts mit rund 200 Besuchen. Und es kamen die ersten Telefonanrufe. Ob ich an diesem Seminar einen Workshop moderieren könnte. Ob ich hier einen Artikel verfassen möchte. Ob ich an einer Zusammenarbeit interessiert wäre. Mein Netzwerk hatte mich in den entsprechenden Kreisen bekannt gemacht und verschaffte mir erste bezahlte Aufträge! Und gleichzeitig viele neue Ideen.

Neue Berufsbilder- was immer Du sein willst.

Ich verfasste einen gratis Online-Mini-Kurs, wie man sich mit Twitter ein Netzwerk aufbaut. Gerade jetzt konzipiere ich einen Kurs über WordPress und was man damit so alles anstellen kann. Und der nächste Kurs zu Persönlichem Wissensmanagement steht auch schon auf der Liste. Ich bin Online Dozentin geworden, fast ohne dazugehörige Ausbildung, dafür mit ganz viel praktischer Erfahrung. Ich wurde Working Out Loud Ambassadorin, Moderatorin und Workshop-Leiterin. Working Out Loud, eine neue und aktuelle Methode, wie man sich in der virtuellen Welt ein Netzwerk aufbaut, welches einem hilft, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Auch dies dank meinem Interesse und meiner Erfahrung, ohne einen formalen Abschluss, ohne spezifisches Training. Und nächstens plane ich, Coach und Mentorin für Frauen zu werden, die sich in die digitale Welt vorwagen möchten. Um sich dort einen Platz zu schaffen, auf dem sie ihre Interessen verfolgen, sich als Expertin positionieren, und sich damit ihren eigenen Beruf erschaffen können. Und danach kommt die nächste Idee, inspiriert durch die Möglichkeiten der virtuellen Welt.

Und da soll mal noch jemand sagen, die Digitalisierung sei schlecht für die Frau. Im Gegenteil! Nutzt die Chancen, die sich dank den neuen virtuellen Möglichkeiten bieten. Bringt Euch ein, macht Euch bekannt, verkauft Euch und Euer Können online. Sei es Euer Wissen (welches viel grosser ist, als Ihr meint!) oder Eure Produkte oder Eure Dienstleistungen. Ihr braucht nu rein wenig Zeit, Geduld und Neugier und Offenheit. Also nicht wirklich viel- oder?

WOL die Letzte. Ein Resümee.

So, nun ist es also vorbei. Wir wussten ja, das es kommt. Schon als in Woche 8 die Aufgabe kam, man solle sich mit einem Freund ausserhalb des WOL Circles über die eigenen Fortschritte austauschen, meinte eines unserer Circle Mitglieder erschrocken: Wir sollen uns auf das Danach vorbereiten! Und nun sind wir also definitiv in Woche 12 angelangt. Rund 5 Monate hatten wir uns Zeit gelassen, und das war auch gut so. Ein Resume zu machen, ist gar nicht so einfach. Denn WOL wirkt auf vielen Ebenen, und manche werden einem erst nach einer ganzen Weile bewusst.

Unser WOL Circle beim persönlichen Treffen in Zürich. Damit wir auch einmal unsere unteren Körperhälften sehen….

Vordergründig besteht WOL aus einem Ziel, einer Liste von dafür interessanten Personen, und einer Methodik, wie man sich ein nachhaltiges Netzwerk aufbaut, das einem bei der Erreichung dieses Ziels unterstützen kann. Und habe ich nun mein Ziel erreicht? Nein, ich habe was viel besseres erreicht! Ich habe ein neues, viel klareres und mutigeres Ziel- oder vielleicht sogar eine Vision. WOL hat auf vielfältige Weise dazu beigetragen. Da sind zuerst diverse Übungen im Circle, in denen man das Ziel “externalisieren” muss. Durch das Fassen in Worten und den inputs der anderen Circle Mitglieder wird vieles klar, dass bisher verschwommen oder unbewusst war. Durch das Zuhören und dem Begleiten des Prozesses bei den anderen Mitgliedern wird man nicht nur inspiriert, sondern auch bestätigt und selbstbewusster. Und die Aufforderung zu Visionen lässt einem reflektieren, ehrlich zu sich selbst sein, und mutig werden. Dazu kommen die Inputs aus dem sich aufzubauenden Netzwerk. Ich habe sie nicht gezählt, all die Aha- Erlebnisse, welche mir mein Netzwerk bescherte. Plötzlich fand ich Personen, die auf dem gleichen Weg waren wie ich, aber mit anderen Ansätzen, Ansichtsweisen und Erfahrungsschätzen. Ich traf auf Leute, die den Weg schon gegangen waren ,“mein” Ziel erreicht hatten oder noch besser mir zeigten, wohin es auch noch gehen könnte. Ich lernte von ihnen, ich wurde von ihnen inspiriert, und ich wurde von ihnen bestärkt, meinen Weg zu gehen. So veränderte sich mit jedem Schritt mein Ziel ein wenig mehr, wurde klarer, mutiger, visionärer. Gleichzeitig lernte ich mich selbst immer besser kennen, wurde mir mehr bewusst, was ich wirklich, ganz ehrlich möchte und was ich kann oder eben nicht kann. Aus dem Ziel wurde tatsächlich ein kleiner Selbstfindungstrip…..

Doch das ist noch lange nicht alles. WOL hat noch eine andere Magie. WOL macht einem sichtbar, gibt einem den Mut und die Sicherheit, sich zu äussern und sich auszutauschen. Dies beginnt zuerst im vertrauten Circle (wohlgemerkt eine Gruppe von Personen, die bis vor kurzem Fremde waren!), wird dann aber rasch nach aussen getragen durch die Beiträge. Diese Beiträge werden als wichtigstes Mittel dargestellt, mit Personen gebend und auf grosszügige Weise in Kontakt zu treten. Immer wieder wird darüber reflektiert, was man geben könnte und wie man dies tun sollte. Und natürlich wird man aufgefordert, solche Beiträge zu tätigen und an Leute heranzutreten. Dass diese Herangehensweise richtig und wichtig ist, merkt man schnell. Vielleicht erst später realisiert man aber, wie sehr dies auch dazu verhilft, generell Hemmungen abzubauen, über sich selbst und seine Arbeit zu sprechen, und selbstbewusst seine Ideen zu äussern. Dies wird verstärkt durch die wiederholte Aufforderung, seine Online Präsenz zu überdenken und auch da mutig und selbstbewusst zu sein. Nie hätte ich vorher “Work in Progress” so öffentlich präsentiert und kommuniziert! Wobei da wohl Haralds Schirmers #Mutanfall auch noch kräftig reinmischte (danke dafür!)….

Etwas ganz anderes hat mich während meines WOL Circles ebenfalls nachhaltig geprägt- die Art und Weise, wie John Stepper seine Guides verfasst hat. Vom persönlich-respektvoll-ermutigenden Tonfall über die Offenheit und den Rückhalt, den er durch zahlreiche direkte Feedbackmöglichkeiten anbietet, bis hin zur konsequent durchgezogenen Praxisbezogenheit (mach einfach mal!). Ich habe schon sehr viele Online Lernangebote genutzt, aber noch nie hatte ich das Gefühl, dass der Verfasser direkt neben mir am Tisch sitzt, mir Kaffee und Kuchen anbietet und mit mir auf Augenhöhe eine Lektion bespricht. Vielleicht komme ich einmal hinter das Geheimnis, wie man so virtuell lehrt. Vielleicht hat John Stepper aber auch einfach so enorm viel Empathie, dass es sogar via nüchternes Unterwasserkabel über den Atlantik schwappt….

Ja dann war alles perfekt und hat nach Vorgabe geklappt? Nein, hat es nicht. Da war zum Beispiel das Ding mit der Beziehungsliste. Von den 10 Personen auf meiner Liste habe ich kaum jemanden kontaktiert und mit keiner Person heute Kontakt. Macht aber gar nichts. Für mich war die Liste einfach ein erster Anhaltspunkt auf meiner Reise, bevor ich getrieben wurde und sich das Netzwerk durch serendipity, Neugier und ein wenig Beharrlichkeit fast wie von selbst aufzubauen begann. Noch weniger hat eigentlich alles geklappt, das mit Systematik zusammenhängt. Zwar habe ich Karteikarten für meine Beziehungen geschrieben- das war es dann aber auch schon. Mir fix Zeit für mich selbst in den Kalender einzutragen, habe ich schon gar nicht erst ernsthaft versucht. Und die Visualisierung meines eigenen Fortschrittes war mir ganz und gar unsympathisch. Das mag mit meiner Persönlichkeit zusammenhängen und bei anderen WOL Teilnehmern ganz anders aussehen. Was die letzte grosse Stärke von WOL ist: WOL schreibt Dir nicht vor, was Du tun sollst. WOL präsentiert Dir einen Strauss voller Möglichkeiten, aus denen Du diejenigen rauspicken kannst, die Dir, Deiner Arbeitsweise, Deinem Charakter entsprechen. Und genau deswegen kann WOL- im Gegensatz zu vielen anderen Methoden- auch wirklich zu einer Gewohnheit und Teil Deines eigenen, ganz persönlichen Lebens werden.

Und jetzt? Nach dem WOL Circle ist vor dem WOL Circle. Ein Ziel habe ich schon, diesmal viel mutiger und weitsichtiger. Nun fehlt noch die Zeit. Und die Mitstreiter. Man darf sich gerne melden….

Mehr zum Lesen:
Eine Zusammenfassung der Aufgaben in den 12 Wochen WOL Circle von Ilona Lila: https://ilonalibal.com/was-passiert-in-12-wochen-working-out-loud
Meine Lernreise Teil 3 #workingoutloud von Carsten Wittmer: https://carstenwittmer.com/2017/08/11/meine-lernreise-in-virtuellen-netzwerken-dritte-station-workingoutloud/

Mein Fazit zum WOL-Circle:
WOL hilft mir dabei, mein persönliches Veränderungspotenzial zu erkennen.
WOL hilft mir, mich persönlich und nachhaltig weiter zu entwickeln.
WOL bestärkt und befähigt mich zum Aufbau von Wissensnetzwerken.
Meine WOL Circle Peers sind sehr wertvoll für mich. Die Zusammenarbeit beschleunigt meinen Veränderungsprozess.

Yes I can! Von Gewohnheiten, Visionen und der eigenen Präsenz- WOL Wochen 6, 7 und 8

Dieses Mal war ich vor unserem WOL Treffen ein wenig verunsichert. In den letzten Wochen hatten wir uns aufgrund der Sommerferien nur selten ausgetauscht, und es waren auch nie alle dabei. Hiess dies, das Momentum war bereits vorbei und unsere WOL Initiative versandete?

Und dann waren sie alle da, meine WOL Gspänli. Wir kämpften wie immer mit der Technik und lachten schon in den ersten Minuten. Wir erzählten uns von unseren Wegen, unseren Gedanken, unseren Erfahrungen. Meine Bedenken waren absolut unbegründet, im Gegenteil. Da wir uns auf Augenhöhe begegneten, war ein Vertrauensverhältnis entstanden, an das sich mühelos anknüpfen liess. Die Pause liess das Erarbeitete einsickern und erlaubte auch ein Reflektieren, wie weit es schon zur Gewohnheit geworden war und wo noch gearbeitet werden könnte. Perfekt dazu passte die Beitrags-Checkliste aus Woche 8 – welche Arten von Beiträgen passieren schon ohne Nachzudenken, sind also Teil von uns geworden? Und was ist noch neu, unprobiert?

Das Einflussreichste dieser Wochen war aber bei allen zweifelsohne der Brief. Wir alle hatten ihn geschrieben und dabei die Erfahrung gemacht, wie diese Visionierung dazu führte, dass wir unser Ziel überdachten, erweiterten, konkretisierten oder sogar neu definierten, da wir es nun in einem grösseren Zusammenhang sahen. Schon während des Erzählens fand- zumindest bei mir- eine weitere Transformation statt. Ich realisierte, dass ich zuwenig mutig gewesen war, zuwenig visionär, und vielleicht auch zuwenig ehrlich. Ein weiterer input, den ich diese Woche von einem WOL Mitglied bekam (jaja, sharing is caring, und WOL ermutigt- es funktioniert!), liess mich dann meinen Brief nochmals überarbeiten. Nun wird er ausgedruckt und als reminder, als Mutmacher auf meinem weiteren Weg dienen.

Zu diskutieren gaben die systematischen Beziehungslisten. Ist es wirklich opportun, zwischenmenschliche Kontakte zu systematisieren? Und wenn ja, wie- mit Karteikarten? Outlook Kontakte? Excel-Liste? Eine Art Adressbuch? Ich habe mich an letzteres gesetzt. Die Zeit wird zeigen, wie sich meine Gefühle und Routinen dazu entwickeln.

Um laut zu arbeiten, sich zu vernetzen, gehört natürlich die eigene online Präsenz. Immer wieder kommen die WOL Übungen darauf zurück und führen dazu, den eigenen Auftritt zu erstellen, zu reflektieren, zu überarbeiten und auszuweiten. Wie soll das Gegenüber wissen, was in einem steckt ausser einigen formalen Diplomen und den letzten Jahren Berufstätigkeit? Nie wäre ich von selbst auf den Gedanken gekommen, dass da durchaus auch Ziele Platz haben. Future child book author. Future social collaboration consultant for science? Warum auch nicht? Beitragsart Nummer 8: Teile Deine Arbeit noch während des Stadiums „in Arbeit“. Darum logg ich mich nun mal auf LinkedIn ein und setzte diese noch offene Aufgabe um.

Eine geistige Haltung und eine Werkzeugkiste- WOL Woche 4+5

Es ist ein wenig wie Wasser predigen und Wein trinken…. Da trichtern wir unseren Kindern ein, auf keinen Fall auf Fremde zu reagieren und im Internet sicher nichts von sich preiszugeben. Und was machen wir? Treffen uns wöchentlich virtuell mit 3 Fremden und reden über unsere persönlichen Fortschritte und dabei auch mal über unser Leben. Und haben Spass daran, vertrauen uns und lassen uns durch die unterschiedlichen Lebenserfahrungen und Perspektiven inspirieren. Zum Glück kriegen das die Kinder nicht mit….

Nach nun 5 Wochen ist unser WOL Circle zu einem (fast) festen Punkt im Wochenablauf geworden und eine Bereicherung für alle, speziell an einem Montag Morgen. Wir halten uns nicht mehr ganz so streng an die Vorgaben- vergessen zuweilen sogar, wo wir gerade stecken- begleiten uns aber immer noch auf der WOL-Reise, die bisherigen Erfahrungen einbeziehend und die neuen Inputs beachtend. Und so entwickelt jeder von uns für sich ein mindset und eine toolbox. Ein mindset, das uns hilft, Möglichkeiten oder Personen überhaupt erst zu sehen, sich in andere einzudenken, Gemeinsamkeiten zu finden, und Gelegenheiten zu erkennen. Und eine toolbox, die uns darin unterstützt, diese Gelegenheiten zu nutzen, diese Gemeinsamkeiten auszudrücken, diese Personen zu kontaktieren und ihnen nützlich zu sein.

Du musst den Menschen nützlich sein. Schon wieder so eine Weisheit, die bereits vor 20 Jahren an mich herangetragen wurde. Viele Dinge haben sich im Laufe der Zeit nicht geändert, sind Essenzen des menschlichen Zusammenlebens. Und doch gilt es sie in die digitale Welt zu übertragen und dafür zu erweitern. WOL kann dabei helfen. Sollte also (wider Erwarten) das gesetzte Ziel nicht erreicht werden, so hat WOL immerhin den Teilnehmer angeregt, über sich und seine Interaktionen zu reflektieren. Was in jedem Falle wertvoll ist.

Und zu meinem Ziel, meiner Liste? Dem Ziel bin ich schon viel näher, als ich es je in dieser kurzen Zeit für möglich gehalten hätte. Es hat sich leicht umformuliert, sich zum Teil selbstständig gemacht, ist konkreter, greifbarer geworden. Das hilft mir auch ausserhalb des WOL Circles, mich genauer, besser mitzuteilen. Und die Liste? Besteht heute aus völlig anderen Personen als ursprünglich- alles neue Kontakte, von denen ich vor wenigen Wochen gar nicht wusste, dass sie existieren. Was will man mehr….

Vom bedingungslosen Lernen- WOL 2 und 3

Heute Morgen fand unser 3. WOL Circle statt-ja, wir sind nicht die Schnellsten, aber wir bleiben dran! Und das heutige Thema, Zeitmanagement, passte gerade hervorragend. Denn bei uns allen ist momentan viel los, und wir können gerade viel weniger Zeit mit dem #cl2025 und #WOL verbringen, als wir eigentlich gerne möchten. Deswegen habe ich nach dem WOL Circle beschlossen, Übung 2 (Bezahle Dich zuerst selbst) sofort durchzuführen und mich hier und jetzt mit der Zeit für eine Reflexion und einen Blog Post zu beschenken!

Woche 2 war für die Teilnehmer, die bereits Personal Knowledge Management machen, eine relativ einfache Woche. Neue Netzwerkpunkte finden, diese zu berühren durch ein Like oder einen Kommentar, eventuell sogar bereits mit ihnen konkreter in Kontakt zu treten, ist eine Vorgehensweise, die auch für PKM zentral ist. Der Unterschied zu PKM ist, dies bei WOL gezielt zu tun- mit einem Ziel oder einer bestimmten Fragestellung im Hintergrund. Dies war für mich ja auch bereits eine Erkenntnis der 1. Woche.

Doch nicht alle potentiell interessanten Personen lassen sich über die Sozialen Medien kontaktieren. Es gibt Leute, die sind nicht präsent oder nicht aktiv. Macht nichts. Wie bei unserem Austausch schnell klar wurde, geht auch immer noch das gute alte Email- vorausgesetzt, das Mindset in der Email ist das gleiche wie beim vorgeschlagenen Weg über die sozialen Medien, nämlich Ich biete Dir einen Beitrag an. Schwieriger ist es aber, solche Kontakte aktiv zu halten ohne aufdringlich zu sein. Wir werden berichten, ob uns dies gelingt und vor allem wie.

Aber eben, das Zeitmanagement…. Sich 10% seiner Arbeitszeit für Lernen einzuplanen, haben alle schon probiert, und es hat bei niemandem funktioniert. Spannend ist der Ansatz, bei einem längeren Arbeitsweg ortsgebunden zu lernen- im Zug von Station A bis Station B. Aber auch dies erfordert Disziplin. So kamen wir undisziplinierten Circle Teilnehmer zur Frage, ob es denn überhaupt ein fixes Lernpensum braucht? Ob wir uns selbst nicht zu Herzen nehmen sollten, was letzte Woche im #cl2025 diskutiert wurde- nämlich sich bewusst werden, dass wir 70% während unserer Arbeit lernen. Und dass das, was wir zusätzlich lernen oder wo wir uns zusätzlich engagieren wollen, halt in Wellen funktioniert. Mal haben wir mehr Zeit und Energie, mal weniger. Anstatt uns unter Druck zu setzen und frustriert zu sein, wenn es mal nicht so klappt, Lernen bedingungslos anzusehen und uns „nur“ darauf zu konzentrieren, dass die Wellentäler nicht Überhand nehmen, sondern ein Wellenkamm in Aussicht ist. Denn wenn der Mensch nicht bereit ist zu lernen- aus welchen Gründen auch immer- kann er auch nichts lernen!

So haben wir für uns die wichtigsten Faktoren für unser Lernen zusammengestellt: Realistische Ziele, Bewusstsein was/wieviel wir lernen, ein wenig Geduld, und unser unterstützendes Netzwerk. Denn- so waren sich in dieser intensiven Zeit alle einig- die Regelmässigkeit des WOL Circles und der damit einhergehende, positive Gruppendruck sind für uns alle eine grosse Hilfestellung um „dran zu bleiben“- auf welchem Level nun auch immer.

Und eben, die 70%. Lernen während der Arbeit, während dem WOL. Wie @audelatreille es uns gleich wieder wunderbar aufgezeigt hat, indem sie unser Meeting in eine Sketchnote verwandelt hat- ihrem Ziel „Inhalte durch Visualisierungen zu ergänzen“ wieder einen Schritt näher :-)!

Die Krux mit der Liste- die erste WOL Woche

Ich schaffe es einfach nicht! Seit rund zwei Wochen bin ich dran. Und hab noch keiner einzigen Person meiner WOL Liste einen Beitrag geschenkt….. Schlecht! Oder etwa doch nicht?

Ich gebe es zu, ich bin unserer WOL Gruppe ein wenig vorausgeeilt (Neugier) und hatte schon vor unserem ersten Treffen meine Liste begonnen. So konnte ich auch gleich 8 Einträge vorweisen, meist Personen, denen ich irgendwann in meinem Leben begegnet bin und von denen ich irgendwie hoffte, dass sie mich meinem Ziel näher bringen können.
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Mein erstes Blind Date und die Schwierigkeit, offene Lernumgebungen ohne direkte Lernziele zu etablieren

Today in german as this blog post is part of my learning journey in the german cl2025 MOOCathon.

Heute trafen sich die Teilnehmer der Schweizer Lerngruppe #cl2025ch das erste Mal virtuell- für mich eine Premiere, noch nie hatte ich ein Meeting mit Personen, die ich im Internet kennengelernt hatte!

Martin startete das Treffen mit einem “Check in”- jeder legte kurz da, was so ein Montag Morgen für ihn bedeutete und wie er den heutigen bisher erlebte. Ein schöner Einstieg um das Eis zu brechen, wobei dieses sehr schnell schmolz und wir sofort in einer anregenden Diskussion zu Lernen in Organisationen landeten. So anregend, dass die Zeit im Nu verging und WOL in den Hintergrund geriet. Deswegen wurde beschlossen, ab jetzt jeweils 45 Minuten WOL zu widmen und anschliessend eine offene Diskussion zu unseren Erfahrungen mit L&D und dem cl2025 MOOCathon abzuhalten.

Ein grosser Teil der Diskussion handelte von der Schwierigkeit, offene Lernumgebungen ohne direkte Lernziele zu etablieren. Sei es von Seiten Management, aber auch von Seiten der Lernenden her. Es wurde zum Beispiel berichtet, wie ein in einer Firma durchgeführter MOOC die Mitarbeitenden überfordert hat, da sie konkrete Lernwege und –ziele erwarteten. Wie Diskussionsplattformen leer blieben, da die Leute sich scheuten, teilzunehmen oder keinen Nutzen darin sahen und dafür auch keine Zeit aufwenden konnten oder wollten. Es wurde besprochen, ob Lernende eine gewisse „Lernreife“ erwerben müssen, um Lernen als Prozess an sich ohne konkrete Zielsetzung zu sehen. Und wie das Prinzip der Augenhöhe etabliert werden kann.

Ein anderer Aspekt war die Frage, ab welcher Grösse ein Unternehmen Plattformen und/oder Tools zum Wissensaustausch braucht. In kleineren Unternehmen wählen die Mitarbeiter das persönliche Gespräch und erhalten Wissen im Kontext, wobei dieses aber nicht externalisiert und für spätere Zeitpunkte festgehalten werden kann. Grosse Unternehmen wählen Informations-Plattformen, was dies dann aus dem Kontext reissen kann. Martin erzählte dabei kurz von Ask the Brain, ihrer Wissensplattform, welche sowohl als Informationsspeicher aber auch für Diskussionen und damit Weiterentwicklungen von Fragestellungen dient.

Schlussendlich drehte sich das Gespräch noch um Communities und die Schwierigkeit solche aufzubauen und zu erhalten. Wie manage ich eine Community? Wie finde ich die richtigen Leute, um eine aktive Community aufzubauen? Können MOOCs (ohne M), WOLs oder ein konkretes Lernziel Starter für eine Community sein?

Ich freue mich schon sehr auf den Austausch nächsten Montag!

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